Florida  Juni 1992
 

1., 2. und 3. Tag, Orlando:

Nach unserer Ankunft um 15:00 Uhr Ortszeit (USA) haben wir uns fast auf dem Flughafen in Orlando verlaufen.
Bis man erst einmal durch die Passkontrolle ist und seinen Koffer gefunden hat, sind fast 1,5 Stunden vergangen.
Dann nichts wie los zur Vermietstation. Unser Auto hatten über Hertz gemietet. Dort ging es relativ schnell, sodass wir unseren Wagen fix bekamen. Als wir ihn sahen, waren wir gut überrascht. Wir hatten eine Fort Thunderbird bekommen. Den gibt es ja bei uns nicht, und das war ein richtig schnittiger Wagen. Bei uns wäre es ein Coupe gewesen. Großer Kofferraum und viel Hubraum. Leider fuhr er nicht besonders schnell, aber das darf man dort ja auch nicht.

Am 2. Tag sind wir zum Epcot Center gefahren. Das Magic Kingdom haben wir uns gespart, weil wir das aus Los Angeles schon kannten. Also Epcot Center. Da ist es ja richtig interessant, als wir allerdings abends heraus fuhren, konnten wir kein Englisch mehr hören, denn diese ganzen Informationsfilme, die man dort sieht, sind auf Englisch und man versteht nachher überhaupt nichts mehr.

Die einzelnen Ländernachbildungen waren nicht schlecht, aber sehr klischeehaft. Wenn man in den Teil „Deutschland“ kommt und dort nur die Kuckucksuhren sieht, fragt man sich, wo denn Norddeutschland oder der Rest der Republik bleibt. Für die Amerikaner gibt es ja nur Bayern, Eisbein und Sauerkraut.

Den 3. Tag hatten wir uns für die MGM-Studios reserviert. Dort war es ebenfalls sehr interessant. Im „Katastrophen-Canyon“ hatten wir auch eine kleine Katastrophe. Dort wird einem ein Erdbeben simmultiert und dass ein Wasserdamm bricht. Während Ralph das alles filmte, hat sich irgendwie seine Sonnenbrille vom Hemd gelöst und ist aus dem Wagen gefallen.
Leider kann man diesen Wagen ja nicht einfach verlassen, also mussten wir unsere Brille verlassen. Sie lag dann ganz einsam auf der Straße und der nächste Wagen ist dann höchstwahrscheinlich über sie hinweg gefahren. Am Ende der Tour haben wir uns noch an die Wärter gewandt, und denen das mit der Brille gesagt, aber die haben uns wenig Hoffnung gemacht. Wir sollten uns am Ende des Tages an das Fundbüro wenden, dort würde alles abgegeben werden. Wir hatten kein Glück, die Brille fand sich
nicht wieder. Gegen 15:00 Uhr hatten wir  von den Studios genug und sind nach „Water Mania“ gegangen.
Das ist ein Wasserpark, so ähnlich wie „Wet’n Wild“. Dort war es richtig toll. Wir haben uns einen Schwimmring geliehen, in dem beide sitzen konnten. Damit konnte man  verschiedene Rutschen herunter rutschen. Das war einmalig, so richtig gemütlich. Auch gab es dort Rutschen, die wahnsinnig steil sind. Ich habe mir so eine vorgenommen, aber Ralph hatte  doch ein wenig Muffensausen. Ca. 3 Stunden hielten wir uns dort auf und relaxten nach der Lauferei in den Studios.
 

4. Tag, Fahrt nach West-Palm-Beach, über Cap Canaveral:

Hier kam nun unsere 1. längere Fahrt. Direkt morgens haben wir uns auch noch verfahren. Damit haben wir ca. 1 Stunde verloren, die wir aber noch aufgeholt haben.

Am Kennedy-Space-Center angekommen, haben wir sofort eine Bustour auf dem Gelände gebucht. Die dauerte so ungefähr 2 Stunden. Dort konnte man die Abschussrampen, die Kontrollcenter und andere Dinge, die man für Raketenstart braucht, gut sehen.

Nach dieser Rundtour sind wir  bis West-Palm-Beach gefahren, wo wir in einem Days Inn übernachtet haben.
 

5., 6. und 7. Tag, Fahrt nach Fort Lauderdale und Aufenthalt:

Von Palm-Beach bis Ft. Lauderdale sind es nur ca. 50km. Daher haben wir schon auf der Hinfahrt einen Stadtaufenthalt in Bocca Raton eingelegt. Dort haben wir bis zum Spätnachmittag am Strand gelegen und uns einen Sonnenbrand eingefangen. Der Strand war schön sauber und das Wasser warm und klar.

Am nächsten Tag haben wir in Ft. Lauderdale eine Bootsrundfahrt mit der „Jungle Queen“ auf den Kanälen unternommen. Dort konnte man super die vielen tollen Häuser der reichen Amerikaner sehen. Fast jedes Haus hatte einen Swimming-Pool dabei. Die Häuser, die hätten wir auch gerne gehabt. Nach dieser Tour haben wir uns erst einmal ein wenig hingelegt im Hotel, denn wir waren total geschafft.

Der nächste Tag hat uns nach Miami, Miami Beach und Key Biscayne gebracht. Miami Beach hat uns gar nicht gefallen, es war überhaupt nicht schön. Okay, der Strand ist breit, aber man kommt ja fast gar nicht an ihn heran, da fast nur Hochhäuser den Weg zum Strand erschwerten. Uns hat es jedenfalls nicht gefallen.

In Miami selbst sind wir mit dem Metro-Mover gefahren. Das ist eine elektrische Schienenbahn, die in der Down-Town, die wichtigsten Dinge miteinander verbindet. Ansonsten haben wir uns in Miami nicht lange aufgehalten, denn so interessant fanden wir die Stadt auch nicht.

Als wir  wieder in Ft. Lauderdale angekommen sind, haben wir uns noch ein wenig an den Strand gelegt, um ein wenig Sonne zu bekommen.
 

8. Tag, Fahrt nach Key West:

Diese Fahrt war mit unsere längste. Bis kurz vor Keys sind wir Interstate (Autobahn) gefahren. Die Keys sind eine andere Welt, zwar touristisch erschlossen, aber gemütlich. Auf dieser Strecke sind wir an einen Strand gefahren, damit es nicht allzu stressig wird.

Wir haben uns „Bahia Honda“ ausgesucht, denn das soll ja der schönste Strand sein. Dort war es auch traumhaft schön, und wir wollten gar nicht weiter fahren. Aber bis Key West war es noch ein wenig zu fahren.

Auf Key West angekommen sind wir erst einmal in die Stadt gefahren, um uns dort das Hemingway Haus anzusehen, anschließend ins Motel, um uns umzuziehen. Abends sind wir wieder in die Stadt gefahren, um uns den Sonnenuntergang anzusehen, der ja da ganz toll sein soll. Auf diesen Pier ist ja richtig was los. T-Shirt Verkäufer und Gaukler wechseln sich ab. Danach sind wir Abendessen in einem Restaurant gewesen, welche auch eine deutsche Speisekarte anbot. Super war, das wir oben auf einem Balkon
draußen sitzen und essen konnte. Hier hat Ralph dann auch sein erstes Krokodilsteak gegessen.
 

9. Tag, Fahrt nach Homestead:

Homestead ist direkt nach den Keys die erste große Stadt. Von dort aus kann man sehr gut die Everglades besuchen. Mittags waren wir auch schon in unserem Motel und konnten uns sofort aufmachen in die Everglades. Dort sind wir zwei Trails gelaufen. Auf dem einen konnte man Krokodile beobachten. Ich hatte gedacht, dass man vielleicht mal eins sieht, aber man hat unheimlich viele gesichtet. Die liegen da überall herum. Auf dem anderen Weg konnte man Bäume und Blumen bewundern. Dort habe ich mir  einige Stiche zugezogen, denn die Moskitos waren super frech.
Mit dem Auto bis nach Flamingo hinuntergefahren, dort eine kurze Rast eingelegt und wieder zurück. Nichts besonders.

Beinahe hätte uns noch ein Gewitter erwischt, aber wir konnten noch rechzeitig ins Motel kommen, aber es kam gar kein Regen,
sondern es war nur schrecklich schwarz.
 

10. Tag, Fahrt nach Naples:

Dies war nur eine kurze Etappe, so dass wir uns noch vorgenommen hatten, in den Everglades eine Propellerboot-Fahrt zu machen. Da es noch ziemlich früh war, waren nicht viele Leute da, und wir hatten eine Privatfahrt. . Wir bekamen Watte für die Ohren,  da die Propeller doch einen gehörigen Lärm machten. Ca. 20 Minuten ging es durch den „Grassfluss“, wie ihn die Indianer nennen.

Danach fuhren wir weiter Richtung Naples. Da die Straße (Alligator Allee) dorthin unheimlich langweilig war (nur geradeaus und rechts und links nichts), kamen wir sehr müde in Naples an. Dort haben wir uns erst einmal hingelegt und nachmittags sind wir an den Pool gegangen.
 

11. und 12. Tag, Fahrt nach Fort Meyers und Aufenthalt:

Dieses war ebenfalls nur eine kurze Etappe, so dass wir schon gegen 10:00 Uhr angekommen sind. In Fort Meyers besuchten wir erst einmal das „Edison Home“.

Nachmittags sind wir zum Strand gefahren. Dieser lag in einem Naturpark und war daher schön sauber und bis abends geblieben.

Am nächsten Tag nach Sanibel und Captiva Island gefahren, weil es dort ebenfalls sehr schöne Stände geben soll. Vorher hat  Ralph sich noch eine Schnorchelbrille gekauft, um nach Muscheln zu tauchen. Einige schöne wurden auch gefunden. Der Tag war  zwar etwas bedeckt, aber abends hatten wir richtig Farbe bekommen. Das war so ein richtig gemütlicher Tag.
 

13. und 14. Tag, Fahrt nach Clearwater und Aufenthalt:

Dieses wurde es mal wieder eine längere Fahrt. Leider hatten wir da auch mit dem Wetter etwas Pech. Unterwegs fing es an zu regnen und wir waren davon gar nicht begeistert, waren wir doch in Sunshine State Florida. Gegen 12:00 Uhr kamen wir in Clearwater an und der Regen hatte sich soweit gelegt, dass es nur noch schwarz am Himmel war. Wir haben nur unsere Sachen ins Zimmer gebracht und sind sofort nach Tampa weiter gefahren. Dort haben wir den „Busch Garden“ besucht. Das war vielleicht etwas.

Vor allem die Wasserattraktionen fanden wir ganz toll. Mit dem großen „Einbaum“ das Gefälle herunter rasen war einmalig. Man wurde absolut durchnässt. Auch die Zuschauer, die zu nahe an dem Wasser standen, waren pitschnass. Auch die Fahrt auf dem Kongo River, mit runden Luftkissenbooten, war ein nasses Vergnügen. Gott sei Dank war es warm, so dass man schnell wieder trocken wurde und sich keine Erkältung holen konnte. Wenn es so richtig sonnig und heiß gewesen wäre, dann wäre das Wasser eine gute Abkühlung gewesen. Kurz bevor wir den Park verlassen wollten, gab es einen Wolkenbruch mit Gewitter und Sturm, nicht von schlechten Eltern. Wir haben uns im Koala-Tier-Haus untergestellt und auf das Ende des Wolkenbruches gewartet.

Wir mußten aber wieder bis Clearwater zurück, und dabei die Tampa-Bay überqueren (langer Damm, ca. 15km lang) wobei uns etwas mulmig war, denn die Wellen schlugen gut an den Damm, denn das Unwetter hatte sich noch nicht so ganz gelegt. Aber auch dies haben wir heil überstanden und als wir in Clearwater ankamen, hörte der Regen auch endlich auf.

Am nächsten Tag war es noch bedeckt, aber es regnete nicht mehr und wir sind mehrere Stunden am Strand spazieren gegangen. Gegen Mittag waren wir wieder im Motel und da kam auch die Sonne heraus. Schnell haben wir uns unsere Schwimmsachen genommen und sind wieder zum Strand gegangen. Da fing es dann trotz Sonne an zu regnen. Da aber keiner vom Strand wegging, sind wir auch liegen geblieben. Nach 15 Minuten hörte auch der Regen auf und die Sonne kam so richtig heraus. Das Meer war ziemlich aufgewühlt und schöne große Wellen schlugen an den Strand. Da hat es so richtig Spaß gemacht ins Wasser zu gehen.

Dann kam unser letzter Abend. Wir sind noch schön essen gewesen und dann ab ins Bett.
 

15. Tag, Fahrt nach Orlando und Rückflug:

Da unser Flug erst um 16:55 Uhr zurückgehen sollte, haben wir uns gedacht, wenn wir früh aus Clearwater losfahren, können wir in Orlando noch nach „Wet’n Wild“ gehen. Allerdings sah es mit dem Wetter nicht gerade rosig aus. Aber wir sind trotzdem  früh losgefahren und waren so gegen 11:00 Uhr in Orlando. Leider hatte sich das Wetter nicht gebessert,
so dass wir das Schwimmen aufgeben mussten. War zwar schade, aber bei Gewitter und Wolkenbrüchen macht es ja auch keinen Spaß.

Wir haben uns überlegt, nach Down-Town Orlando zu fahren, da es dort eine restaurierte Altstadt geben sollte. Dort haben wir uns etwas aufgehalten und noch bei Mc Donald (das einzigste Mal!!!!!!!!!!) etwas essen gegangen, um uns etwas für den Rückflug zu stärken.

Anschließend wurde das Auto abgegeben und wir mußten für den langen Rückflug wieder einchecken. Damit lagen wieder 8 Stunden Flug vor uns, und vor allem das Ende des Urlaubs.
 
 

Aber dieses sollte nicht der letzte Urlaub in Florida gewesen sein. Wenn Ihr noch mehr Florida lesen wollt, dann schaut auf der Reiseübersichtseite nach!

Viel Spaß.

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