Skifahren in Corvara / Südtirol - Italien

08.02. - 16.02.2019



Fakten zum Skigebiet



Wie schon 2007 geht es 2019 mal wieder nach Südtirol zum Skilaufen. Auch haben wir wieder das gleiche Hotel ausgewählt Gran Fanes .

08.02.19, Freitag

Dortmund – Corvara

3.30 Uhr klingelte der Wecker, irgendwie zu früh, aber wir haben eine lange Strecke vor uns. Um 4.15 Uhr saßen wir im Auto und fuhren die fast leere A44 in Richtung Kassel, dann auf die A7 bis zur Grenze Österreich und weiter über den Fernpass. Unterwegs hatten wir immer mal wieder ein wenig Regen, aber je näher wir den Bergen kamen, umso sonniger wurde das Wetter.

Über den Fernpass kamen wir super schnell und schon waren wir in Imst beim Superspar, um dort Obstler einzukaufen. Ab hier mussten wir noch ca. 200 km bis Corvara fahren. Das Pickerl für die Autobahn in Österreich und die Maut für den Brennerpass haben wir im Vorfeld beim ADAC schon gekauft. Nur noch die Maut für die Autobahn in Italien war noch zu zahlen. Hinweg zahlten wir 4,20 Euro (da wir bis zur Ausfahrt zum Grödner Joch gefahren), auf dem Rückweg 3.10 Euro, da unser Weg über das Pustertal führte und wir in Bruneck erst auf die Autobahn aufgefahren sind.

 

Für die Hinfahrt hatten wir uns die Grödner Joch Passstraße ausgesucht. Landschaftlich ein Traum, aber nur für den Beifahrer. Achim musste sich sehr auf die enge Straße konzentrieren, die teilweise etwas schneeig war, bzw. die Kehren auch sehr eng. Ist zwar ein Umweg, aber wir hatten genügend Zeit dazu. Mit einer Fahrtzeit von 8.45 Std. lagen wir hier sehr gut. Um 14.00 Uhr erreichten wir schon Corvara.









 Direkt an der Gondelstation Boe hatten wir ein Depot für die Ski und Schuhe im Vorfeld reserviert. Bevor wir das Hotel anfuhren, gaben wir daher erst einmal die Ski für den Service ab und packten den Rest in das Depot (Service pro Ski 30 Euro / Depot für 7 Tage 27 Euro/normalerweise 46 Euro, die hatten sich wohl verrechnet).






In der Apres Ski Bar Camin (direkt an der Station Boe) haben wir dann ein kleines Bierchen auf den Urlaub getrunken und sind danach zum Hotel gefahren.

Dort wurden wir sachlich empfangen, bekamen die Zimmerkarten und für 6 Euro eine Karte für den Skibus. Der Bus ist leider im Skipass nicht mit enthalten. Diesen hatten wir auch noch an der Station für 322 Euro / 7 Tage /pro Person (Superdolomiti Pass) gekauft.

Die Koffer wurden schnell ausgepackt, danach sind wir in den Ort gelaufen, uns noch ein wenig bewegen, nach der Fahrt. Um 18.30 Uhr gab es das Abendessen. Nach einem Absacker auf dem Balkon waren wir gegen 20.30 Uhr völlig kaputt im Bett.

Bilder  aus dem Hotel:


















 
09.02.19, Samstag

-4 Grad und Sonne, was möchte man mehr. Heute fuhren wir nur im Skigebiet von Corvara. Da es hier sehr viele blaue Pisten gibt, war dieses Gebiet super toll, sich wieder an das Skifahren zu gewöhnen.

Mittagspause gab es auf der Punta Trieste, Abfahrtsbierchen in der Negerhütte.


















Wie die ganze Woche, haben wir in der Apres Bar Camin abends immer noch ein Bier und einen Bombardino zu uns genommen. Dieses war immer ein schöner Abschluss eines Skitages.










10.02.19, Sonntag

Bei wolkigem Wetter und 0 -  -1 Grad fuhren wir auch heute wieder im Gebiet von Corvara. Unsere Lieblingspisten waren die 9 und später die 11 nach St. Cassiano runter. Diese sehr lange Piste haben wir fast jeden Tag gemacht.

Leider kamen gegen Mittag Wolken auf, so dass wir auf den Pisten nichts mehr gesehen haben. Wir brachen den Skitag ab und Achim ging noch eine Runde in die Sauna im Hotel.










Mittagspause












Auf der Negerhütte





 Da es geschneit hatte, wollte Achim seinen Wagen vom Schnee vorsorglich befreien:






Blick vom Balkon






11.02.19, Montag

Bei sehr stürmischen, aber sonningem Wetter und -3 / 4 Grad sind wir vormittags mit den Gondeln zum Grödner Joch hochgefahren. Die Sella Runde war nur eingeschränkt befahrbar, da durch den Sturm kurzfristig Gondeln und Lifte eingestellt werden könnten.

Vom Grödner Joch aus sind wir danach ins Edelweiß Tal gefahren. Dort war der Sturm nicht so spürbar, da die Berghänge näher zusammenstanden. Nach der Mittagspause fuhren wir bis Corvara ab und sind mit der Gondel den Col Alto hochgefahren. Jetzt wurde es mehr als heftig mit den Windböen. Dort oben kamen immer wieder Sturmböen, das man aufpassen musste, nicht weggeweht zu werden. Der Schnee wurde nur noch so von den Pisten geweht und es machte einfach keinen Spaß. Um 14.00 Uhr stellten wir das Skifahren ein. Es war einfach nicht mehr lustig.


















An diesem Nachmittag haben wir in der Bar Camin 2 Engländer kennen gelernt (Vater und Sohn), mit denen wir uns sehr gut unterhalten haben. Sie kamen aus der Nähe von Cambridge und sind mit Ryan Air bis Verona geflogen und dort mit einem Leihwagen nach Corvara. Den Sohn konnten wir recht gut verstehen, bei dem Vater aber hatten wir arge Probleme mit seinem Slang. Es klappte aber trotzdem ganz gut.

 12.02.19, Dienstag

Heute schien zwar wieder die Sonne bei 0 - -4 Grad, aber es war weiterhin sehr stürmisch. Wir hatten uns für diesen Tag die Sella Runde vorgenommen, aber diese war wegen des Sturms gesperrt. Daher blieben wir in Gebiet Alta Badia und sind ins Skigebiet La Villa gefahren. Dort sind nicht so viele Pisten, aber diese haben uns gut gefallen. In der Hütte Rifugio Sponata Hütte haben wir geschützt in der Sonne gesessen und eine längere Pause gemacht, ehe wir ins Tal fuhren und auf der anderen Seite wieder in das Skigebiet von Corvara hoch. Noch 1 – 2 Pisten gefahren, ehe wir ca. 15.30 Uhr den „Engländer“ Sohn in der Camin Bar trafen und uns lange mit ihm unterhielten.






























Zu Abend gegessen haben wir immer gegen 18.30 Uhr (wie fast an jedem Abend). Beim Frühstück konnten wir uns aussuchen, was wir gern am Abend essen wollten. Dazu gab es immer ein tolles Antipasti Vorspeisen Büffet. Im Bett waren wir meist gegen 20.30/21.00 Uhr. So ein Tag an der frischen Luft macht einfach müde.

draußem haben sie es immer sehr gemütlich hergerichtet, aber leider saß dort keiner



Schnäpschen auf unserem Balkon

Mitbringsel

 13.02.19, Mittwoch

Heute war die Sella Runde geöffnet und bei Sonnenschein und 0 -  -2 Grad machte es auch richtig Spaß. Wir fuhren die Runde in die grüne Richtung. Man war das voll heute. Alle wollten wohl nach den stürmischen Tagen diesen Ausflug machen. Allein in Wolkenstein haben wir ca. 35/40 Minuten an der Gondelstation angestanden, die uns wieder hochbringen sollte. Auch die Einstiegstellen an den Pisten waren recht voll. Unterwegs auf den Pisten war es ok, auch wenn an vielen Stellen der Schnee recht aufgeschoben war.
















immer wieder schön, die Fahrt durch das "steinerne Meer"










Langkofelscharte

Nach 6 Std. waren wir wieder in Corvara, mit der Erkenntnis, eine tolle Tour, aber brauchen wir nicht mehr. Es ist einfach anstrengend und wir werden nun mal nicht jünger.

 
14.02.19, Donnerstag

Bei Sonne und ca. 0 Grad zog es uns heute wieder nach La Villa rüber. Da die Pisten dort recht leer sind, machte das fahren einfach Spaß. Mittagspause wurde wieder in der Hütte Rifugio Sponata Hütte gemacht, ehe es am Nachmittag auf die Pisten von Corvara ging.






Bombardino - lecker!!!

Blick auf die Piste vor der Negerhütte


 Abends gab es im Hotel einen Ladinischen Abend, so dass wir im Vorfeld das Menü nicht aussuchen konnten. Die Vorspeisen waren wieder typisch Antipasti, als Hauptgang gab es glasierte Haxe. War nun nicht wirklich was für mich, aber für Achim. Man bekommt nicht immer die doppelte Portion.

 15.02.19, Freitag

Sonne satt und teilweise über 10 Grad oben auf den Bergen. Für viele vielleicht nicht nachvollziehbar, aber auch heute ging es wieder nach La Villa. Wir wollten es heute am letzten Skitag einfach ruhig angehen lassen und dort wieder schön in der Sonne sitzen.

Noch ein paar Abfahrten im Skigebiet Corvara und einen Abschieds-Bombardino auf der Negerhütte, ehe wir uns im Camin von den Engländern verabschiedet haben. Diese flogen/fuhren auch am morgigen Tag wieder zurück nach England.

Warten auf den Skibus am Hotel








 
16.02.19, Samstag

Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir unser Auto gegen 7.30 Uhr am Hotel. Diesmal ging es durch das Pustertal zurück, denn diese Strecke ist kürzer und schneller zu fahren. Über den Brenner ging es ohne Stau, erst auf dem Fernpass staute es sich ziemlich, so dass wir dort viel Zeit verloren.












Auch auf der weiteren Strecke vor Memmingen gab es einen größeren Stau, den wir umfuhren. Ab da lief es einigermaßen gut, aber mit einer Fahrtzeit von 10.30 Uhr doch ein wenig lang.

Gegen 18.30 Uhr schlossen wir die Haustür auf und waren recht froh, endlich die Reise geschafft zu haben.

 


Fazit
:

Die Dolomiten sind einfach nur schön anzusehen, viel schöner als die Alpen in Österreich. Leider ist die Fahrt auch ca. 130 - 190 km länger.

Für uns haben wir festgestellt, dass wir nicht mehr so viele Pisten am Tag fahren wollen/können. Die Knochen und die Kondition machen es einfach nicht mehr mit (Knie – Achim, Rücken – Gabriele). Ist aber auch nicht schlimm, dann fahren wir halt weniger und genießen mehr das Panorama oder stehen einfach später auf – wir haben ja schließlich Urlaub.

Auch wollen wir zukünftig vermeiden, samstags zurück zu fahren. Wenn es irgendwie geht, werden wir Freitags – Freitags buchen, dann sind die Straßen in die Skigebiete doch weniger frequentiert.

Wetter: war eigentlich ganz gut, bis auf den Sturm und die Wolken an einem Tag. Wir hätten es kaum besser treffen können.

Hotel: durchwachsen. Die Zimmer sind schön, viele Ablageflächen und mit Balkon. Vom Service her könnten sie mehr machen. Z.B. am Valentinstag jeden Gast einen Sekt zum Abendessen auszugeben. Auch die Auswahl an Speisen, wenn man mal etwas nicht mochte, wurde zwar geändert, aber ganz recht war ihnen dieses nichts. Abzocke fanden wir, dass wir für die Karaffe Wasser (1,5 Liter Leitungswasser) 3,20 Euro zahlen mussten. Auch wenn wir ein Brötchen morgens mitnehmen wollten, sollte dieses 2.50 Euro kosten.

 
Wohin geht es nächstes Jahr zum Skilaufen? Seien wir mal gespannt.





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