Banff Ave.


08. Februar - 17. Februar 2006

Wir fliegen  mit Air Canada und haben über  Kanadareisen  gebucht. Im Winter 2003/2004 waren wir bereits schon mal hier und wie uns da gefallen hat, könnt Ihr hier nachlesen:  Kanadareise im Winter 2003/2004

Diesmal werden wir in der  Caribou Lodge / Banff  übernachten. Diese Lodge sagte uns mehr zu als das "Spruce Grove Inn" 03/04.

Infos zu den Skigebieten:
 
Lake Louise:

Höchste Erhebung: 2.639 m
Höhenunterschied: 991 m
Längste Abfahrtsstrecke: 8 km
Abfahrten: ca. 113 + Back Bowls
Lifte: 1 Sechser-High-Speed-Sessellift, 
3 Vierer-Expreßlifte, 1 Vierer-Sessellift, 
1 Dreier-Sessellift, 2 Doppel-Sessellifte, 
1 Doppel-Schlepplift, 1 Tellerlift, 
1 Schlepplift für Kinder
Liftleistung: 19.000 Personen/Std.

www.skilouise.com
 

Sunshine Village:

Höchste Erhebung: 2.730 m
Höhenunterschied: 1.070 m
Längste Abfahrtstrecke: 8 km
Abfahrten: ca. 107
Lifte: 1 Express-Gondel-Seilbahn, 
5 Express-Vierer-Sessellifte, 2 Vierer-Sessellifte, 
1 Dreier-Sessellift, 1 Doppel-Sessellift, 
2 x Skischulband
Liftleistung: 20.000 Personen/Std.

www.skibanff.com

Mount Norquay:

Höchste Erhebung: 2.135 m
Höhenunterschied: 496 m
Längste Abfahrtstrecke: 2,5 km
Abfahrten: ca. 28
Lifte. 1 High-Speed-Vierer-Sessellift,
2 Vierer-Sessellifte, 1 Doppel-Sessellift, 1 Schlepplift
Liftleistung: 9.000 Personen/Std.

www.banffnorquay.com


 
08.02.2006, Mittwoch, Dortmund – Flughafen Frankfurt - Banff

8.10h, Achim startet den BMW gen Frankfurter Flughafen.
Auf der A45 Höhe Olpe Schnee auf der 3. Fahrspur und kräftiger Schneefall. Im weiteren Verlauf starker Regen. Wenn das mal alles gut geht und wir pünktlich ankommen! 10.30h, Aufschlag am Frankfurter Flughaben. Angekommen!
Im Parkhaus kein Gepäcktrolley in Reichweite, aber da kommen Fluggäste und benötigen ihren nicht mehr. Glück gehabt.

Warum wir im Parkhaus am Flughafen direkt parken? Ist doch zu teuer? Nun das ist relativ. Im Vorfeld haben wir über die Internet Seite der Parkhäuser am Flughafen unseren Standplatz vorbestellt. Je eher man diesen bucht, umso günstiger ist das parken. Leider wird auch die Kreditkarte sofort belastet, aber man will ja auch fliegen.In unserem Fall haben wir für 10 Tage parken 65 Euro anstatt 112 Euro bezahlt. Da kann man doch nichts sagen, oder?  Internetadresse

Doch nun weiter. Das navigieren mit dem Trolley ist nicht ganz einfach, liegt doch der Ski-Sack mit seinen 2 Metern Länge oben auf. Egal, ohne Unfall am Check in von  Air Canada angekommen.

Wie schon im Mai letzten Jahres war der Schalter leer und das Gepäck Ruck-Zuck abgegeben. Selbst den Ski-Sack brauchten wir nicht zum 
Speergepäck bringen, er wurde direkt am Check-in Schalter abgeholt. Was für ein Service, damit hatten wir ja nun gar nicht gerechnet.

So, nun haben wir noch 3 Std. Zeit, ehe der Airbus A30l nach Calgary abhebt. Ein Latte Mattiacho und ein Kakao incl. Laugenbrezel verkürzen 
uns die Wartezeit. Noch geht die Maschine pünktlich!

Sie ging auch pünktlich und Grönland liegt vereist unter uns. Ein toller Anblick.
Die Stunden ziehen sich. Endlich, die Maschine setzt nach 9.50 Stunden zur Landung an und pünktlich um 16.00h Ortszeit berühren wir kanadischen Boden. Die Immigration ging recht schnell vonstatten und die Koffer und Ski waren schnell in unseren Händen. 

Der Transfer mit Sundogtours  1 ½ Std. nach Banff war ereignislos. Da es langsam dunkel wurde, konnte man die Kulisse der Rockies 
nicht so gut erkennen. Schade!

Das Motel/Lodge gefällt uns. Beim einchecken gab es ein paar kleinere Schwierigkeiten. Es lag zu unserer Reservierung keine Frühstücks-Voucher vor. 
Man hatte keine Info, das wir dieses incl. hatten. Klärte sich recht schnell, denn wir hatten es im Angebot von Kanadareisen ja schriftlich. Auch die Reiseleitung von Kanadareisen wollte persönlich vorbeikommen, aber auch hiervon wusste man nichts. Von ihr bekommen wir die Liftkarten.Mal schauen. OK, erst einmal die Koffer aufs Zimmer, der Rest klärt sich bestimmt. Puh, ist das Zimmer eng und hat wenig Ablagefläche. Mit den ganzen Skiklamotten wird es knapp werden, aber es hat gepasst.

   Caribou Lodge

Wieder an der Rezeption, war ein Umschlag für uns abgegeben worden, den Anna von Kanadareisen gebracht hat, während wir auf dem Zimmer waren. 
Sie hätte sich ja mal bemerkbar machen können, und nicht einfach wieder gehen. Ist nicht Gentleman like.
Auch die Frühstücks-Voucher waren nun da. Geht doch! Nur mit dem zählen hapert es wohl noch ein wenig. Wir könnten nun an 3 Tagen auch 2x frühstücken gehen oder sie meistbietend versteigern….

Mittlerweile sind wir fast 24 Std. auf den Beinen und super kaputt. Allerdings fordert unser Magen noch etwas Nahrungszufuhr.
Kein Problem, in der Lodge ist das Steakhouse „KEG“. Dort eine Kleinigkeit gegessen und todmüde ins Bett gefallen. Anmerkung Achim: Sie Chicken-Wings waren schärfer als eine Rasierklinge – puuuuh, das hat gar nicht geschmeckt.

Ach ja, am Abend haben wir noch von einer Truppe Skifahrer aus Ibbenbüren (Nähe Münster) erfahren, dass von ihnen 11 Leute ihr Gepäck erst am nächsten Tag abends bekommen. Sie haben in Münster eingecheckt und Lufthansa/Air Canada hat es nicht geschafft, die Koffer pünktlich in die andere Maschine zu bekommen. Gut das wir nicht ab Münster geflogen sind wie vor 2 Jahren, sondern direkt ab Frankfurt.
Mit dieser netten Truppe sind wir während der Woche noch mehrmals ins Gespräch gekommen und haben das eine oder andere zusammen gemacht bzw. getrunken. Doch davon mehr im Reisebericht.


09.02.2006, Donnerstag „Sunshine“ – 5 Grad, Sonne

Um 6.00h war die Nacht für uns vorbei. Wir konnten nicht mehr schlafen. Kurz das Tagebuch von gestern ergänzt, den Wetterkanal im Fernsehen angeschaut
und uns aufgemacht zum Frühstück.

Um 9.00h standen wir schon oben im Skigebiet Sunshine Village, die Ski untergeschnallt und bis 15.00h die Pisten unsicher gemacht. Die Sonne schien, 
ca. -5 Grad, was will man mehr!

Am Nachmittag im Safeway im Ort unsere Einkäufe getätigt, Wasser, O-Saft 
und Cookies, damit wir die Woche „überstehen“. Ebenso den 
Wunscheinkauf von Monika aus dem usa-reise.de Forum ? Auch haben 
wir uns schon „OFF“ für den Sommer in Florida gekauft. So ihr Mücken, 
ihr habt keine Chance!

Anschließend an der Bar unseren täglichen 10 Dollar Gutschein „vertrunken“ 
und danach unter die Dusche gesprungen. Dann nichts wie ab in die „Spagetti Factory“   zum Abendessen.
Danach war nichts mehr mit Bar, wir sind todmüde ins Bett gefallen. So ein Sauerstoff-Schock kann ganz schön müde machen. Aber wir haben
ja Urlaub. Nicht alle Tage ist Ischgl-Time.

Ups, beinahe hätte ich unseren Schreck in der Abendstunde vergessen
zu erwähnen. Für den 14.02.06 wollten wir einen Tisch im „Grizzly House“   reservieren. Losgelaufen und was sehen wir an der Stelle, wo wir das Lokal vermuten? Einen Bauzaun! Enttäuschung! Aber war das wirklich hier? Haben wir uns vertan? Ein paar Schritte weiter und das Grizzly House lag auf der rechten Seite wie eh und je. Schnell hinein und den Tisch bestellt. Es wurde schon richtig eng, so lagen doch schon einige Reservierungen vor. Somit ist unser Valentinstag-Abendessen gesichert. 

Skigebiet bei Sonne

     Abfahrt nach Sunshine vom Transcanada Highway

    Im Skigebiet

  
der Obstler muß vernichtet werden :-) 

  Transcanada Highway kurz hinter Banff Richtung Lake Louise
 

Blick ins Tal

10.02.2006, Freitag, „Lake Louise“, -10 Grad, Sonne

Ein Traumtag! Sonne und blauer Himmel pur!
Heute sind wir zu 80% „on the back Mountain“ gefahren. Hier war kaum etwas los und der Schnee war um einiges „besser“ als auf der anderen Seite des Bergs.
Mittags in der „Kokanee Cabine“ frisch gegrillte Hamburger draußen gegessen. Was will man mehr. Nachmittags die „Larch Area“ abgefahren.

Genau da hat Achim uns die Karten gelegt. Wir wollten die blaue Wolverine Piste herunter fahren und sind in einer steilen Buckelpiste gelandet. Panik bei mir, denn das kann ich gar nicht. Auch für Achim nicht gerade das Beste (Die Knie machen halt im Alter nicht alles mehr mit). Mit viel Gewackel, Abrutschen und Mut bei mir, haben wir die Piste geschafft und sind wieder heil in fahrbarem Gelände gelandet.

Kurz mal etwas zur Pistenausschilderung in Kanada:

Grün – leicht  (in Europa wäre das blau)
Blau – mittelschwer (in Europa rot)
Schwarz – schwer (ebenso in Europa)
Doppel-Schwarz – sehr schwer (gibt es nicht in Europa)

Auf dem Rückweg nach Banff (Bustransfer ca. 1 Std.) endlich Wildlife gesehen. Am Bow-River liefen 2 Wölfe entlang und unter den Bäumen stand ein männlicher Elch. Ist doch schon mal gut für den Anfang – sollte aber auch bei diesen Tieren bleiben. Leider! Nein Lüge, im Johnston Canyon haben wir noch einen Squirrel gesehen.

An der Bar in der Caribou Lodge noch 1 – 3 Drinks genommen und uns für den Abend ausgehfertig gemacht.

Das Essen im „Wild Bills Salon“  war einmalig. Eigentlich hatten wir vor, die Country Band dort um 21.30h zu hören, aber die Müdigkeit übermannte uns. Egal, gehen wir eben ins Bett, wir haben ja Urlaub. 

11.02.2006, Samstag, „Lake Louise“, - 10 Grad, Sonne

-10 Grad, aber nur im Schatten. In der Sonne war es richtig warm! Dazu ein stahlblauer Himmel, Skifahrerherz was willst du mehr?

Da heute Wochenende ist, war es auf den Pisten schon recht voll, lange Wartezeiten gab es trotzdem nicht.

Wieder in unserer Lodge, den 10 Dollar Gutschein nicht verfallen lassen, ehe wir uns mal wieder ausgefertigt gemacht haben.

Ebenfalls an der Bar war auch die Gruppe um Gerd aus Ibbenbüren. Mit  denen haben wir immer unsere Spökskens gemacht. Sehr nette Leute.

Unser Abendessen  gab es heute bei „Tony Romas“  im Mount Royal Hotel. Lecker! 
Anmerkung Achim: Die „Rippchen“ sind ein Traum – sehr zu empfehlen.

Und danach? Natürlich – Matratzen-Horch-Dienst.

      Blick auf den Lake Louise (Tele)

12.02.2006, Sonntag, Lake Louise, - 10 Grad, Sonne

Beim Frühstück fragte uns Gerd aus Ibbenbüren, ob wir für 2 erkrankte Mitglieder Lust hätten, um 17.00h zum Torchlight Dinner in Lake Louise mitzukommen. Für die Hälfte des Preises wären wir dabei. Kurze Beratung und wir sagten zu.

Tagsüber sind wir also wieder auf den Pisten von Lake Louise unterwegs, ehe wir uns mit den anderen um 15.30h an der Kokanee Cabine getroffen haben. Noch eine gemeinsame Liftfahrt, eine kurze Fahrt durch ein Waldstück und wir kamen
an der Whitehorn Lodge an.

Was würde uns dort wohl erwarten? Wir waren doch sehr skeptisch, denn in der Beschreibung stand Apres Ski mit Livemusik. Ob so etwas die Kanadier können?
Mit ca. 50 Pers. saßen wir an gedeckten Tischen. Die Skistiefel wurden in die Ecke gestellt und alles rannte auf Skisocken durch den Raum. Die beiden Gitarrenspieler versuchten mit Ihren Liedern die Gruppe in Stimmung zu bringen. Das haben sie auch geschafft, allerdings nicht mit so typischen Apres Liedern wie wir sie von hier kennen. Es waren allesamt bekannte Songs, teilweise aus den 60zigern, aber sehr gut gespielt.
Um die Truppe einzuheizen, wurde Limbo „getanzt“. Achim hat sich ganz gut gehalten, bis er aber doch hingefallen ist, da die Lanze zu tief lag.

Anschließend wurde das All-you-can-eat Buffett aufgefahren. Daran war nichts auszusetzen. Dazu haben Achim und ich eine Flasche Kalifornischen Weißwein getrunken, sowie eine Dose Bier. 
Nach dem Essen spielte das Duo noch ein wenig weiter, aber gegen 19.00h war alles vorbei. Draußen war es stockdunkel und wir mussten noch die Abfahrt bis zur Basisstation hinunter.

Wer aber Nordamerikaner kennt, weiß, dass sie nichts dem Zufall überlassen bzw. keine Gefahr eingehen. Somit bekam jeder Skifahrer eine Stirnlampe und wir mussten uns in einer Reihe aufstellen. Durchzählen war angesagt, damit unten auch feststellt werden konnte, ob jemand abhanden gekommen war. 
Ein Skilehrer fuhr vornweg mit einer Fackel , ein anderer mit Fackel zum Schluss. Wir in großen Bögen immer langsam hintereinander her. U.a. war die Piste auch noch mit Fackeln abgesteckt. Verfahren war da nicht drin, geschweige denn, das etwas passieren konnte, außer vielleicht „Auffahrunfälle“, die durch zu langsames Fahren zustande kamen. Mehrmals wurde angehalten, damit keiner auf der Strecke bleibt.
Wieder unten angekommen, musste sich jeder Skifahrer in der Kokanee Cabine namentlich abmelden und die Stirnlampe wieder abgeben.
Dann hieß es warten auf den Bus, der uns wieder nach Banff zurückbringt.
Alles in allem ein schöner Abend, der uns in der Gruppe sehr viel Spaß gemacht hat. Danke Gerd, dass Du uns gefragt hast.

   Talstation von Lake Louise (gesehen vom Busparkplatz)
 

    Gitarrenspieler in der Whitehorn Lodge
 

Kurz vor der Fackelabfahrt (der junge Mann in gelb ist Achim)


 

 


 

Abendessen gab es wieder in der Old Spagetti Factory – wieder sehr lecker – und hinterher noch ein Absacker an der Hotel Bar. Somit war dieser Tag leider zu Ende, aber es war ein sehr relaxter Tag, der uns sehr gut getan hat.

Morgen müssen wir aber wieder auf die Piste – noch so ein Faulenzer Tag gibt es nicht!

13.02.2006, Montag, „Johnston Canyon“, -3 Grad, bewölkt, etwas Schneefall, nachmittags Sonne

Super, die vorangegangenen Tage schien die Sonne, doch heute morgen war es bedeckt und es schneite. Nicht gerade die Voraussetzungen, die ich mir für unsere Wanderung zu den Wasserfällen im Johnston Canyon gewünscht hatte.

2 Tage vorher haben wir in der Sundance Mall über „Discover Banff Tours“    den Icewalk „Johnston Canyon“ gebucht. Der dortige Wasserfall ist im  Winter gefroren und gibt ein sehr schönes Bild ab. 
Im Vorfeld hatten wir vor, nach dieser Wanderung, Ende gegen 13.00h wieder in Banff, noch zum Skigebiet „Norquay“ zu fahren. Pustekuchen, ab Mittag fahren keine Busse mehr in die Skigebiete. Blöd, damit hatten wir nicht gerechnet. So wurde es eben ein Skifreier Tag, doch dazu gleich mehr.

Gegen 8.15h wurden wir von unserer Lodge abgeholt und mit mehreren Gästen ging es über den Transcanada Highway Richtung Lake Louise. Am Abzweig zum Bow Valley/Johnston Canyon fuhren wir auf einer Nebenstrecke bis zum Parkplatz. Dort hieß es anlegen der Steighilfen. Mit Hilfe von Klettverschlüssen bekamen wir „Sohlen“ unter unsere Schuhe geschnallt, mit denen wir problemlos auf dem Schnee im Canyon laufen konnten.


Die Strecke zu den Wasserfällen ist schön, immer wieder Einblicke in den Canyon, wo das Wasser meist gefroren war. An den beiden Wasserfällen war so gut wie nichts mehr vom Wasser zu sehen, außer gigantischen Eiszapfen. Leider schien die Sonne nicht, so dass das Eis nicht in allen Farben schillern konnte. Egal, die Wanderung hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Auf dem Rückweg, kurz vor dem Parkplatz kam die Sonne dann durch die Wolken – Mist, ca. 1 Stunde zu spät!

Der Bus brachte uns wieder zurück ins Hotel. Was nun tun mit dem angebrochenen Tag? Ich kam schnell auf die Idee, wie wäre es mit einem Einkaufsbummel in Banff? Nun, nicht gerade Achims Lieblingsbeschäftigung, aber allemal besser als im Zimmer herumhängen. Ein paar T-Shirts zählte ich danach zu meinen eigenen und ein Souvenir für meine Nichten wurde auch gefunden.

Nun war es an der Zeit, den Whirlpool im Hotel einen Besuch abzustatten. Mit 40 Grad eine Wohltat und wir konnten unsere müden Glieder im warmen Wasser ausstrecken. Anschließend übermannte uns die Müdigkeit und wir schliefen noch ein wenig. Wieder wach, wurde der Ruf  nach einem Drink an der Bar laut. Angezogen und auf ging es an die Bar.
Dort trafen wir natürlich auch wieder die Gruppe aus Ibbenbüren und es wurde ein lustiger Nachmittag.


 
14.02.2006, Dienstag, „Sunshine“, - 15 Grad, Sonne

Kalt! Das die Nase noch dran ist, ist alles. Trotz Sonne war es durch den Wind schon recht kalt. Egal, da muss man durch. Wie heißt es so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und Kleidung zum Skilaufen haben wir genügend dabei.

Ja und am Abend das Highlight des Tages, Essen im „Grizzly House“
Ein 4-Gang Menü vom Feinsten:
1. Salat
2. Käsefondue
3. Beef- und Chicken vom heißen Stein
4. Obst in Schokoladenfondue

und dazu eine leckere Flasche Weißwein. Genial!
Wer in Banff ist, sollte sich dieses entgehen lassen.

Hier ist der 3. Gang mit dem heißen Stein und den super leckeren Dips zu sehen.

Noch ein Absacker an der Bar und das Bett rief zum Nachtprogramm. 

Goat´s Eye

 

15.02.2006, Mittwoch, „Lake Louise“, -15 Grad, Sonne

Und ein weiterer kalter Tag, den wir aber trotzdem mit vielen Abfahrten gemeistert haben.

Auch der Abend war mit etwas shoppen und essen gehen schnell herum. Durch die Kälte waren wir irgendwie todmüde und sind früh ins Bett gefallen.

  Kokaine Cabine 

16.02.2006, Donnerstag, „Sunshine“, -25 Grad, Sonne

Kalt, kälter, EISKALT!!! Was für ein Tag. Trotz der Kälte sind wir heute mit Katrin aus der Ibbenbürener Truppe einiges in Sunshine gefahren. 
Gesichtsmasken waren Pflicht. Egal, da muß man durch. Leichte Erfrierungen im Gesicht waren „normal“. Die Skibrillen konnten wir nicht mehr aufsetzen, denn der Atem gefror sofort auf den Brillen und wir waren blind. Dafür waren nach jeder Abfahrt unsere Brauen und Wimpern weiß gefroren, aber auch das gehört zum Skifahren.

Wieder zurück im Hotel erst einmal den Hot Tub aufgesucht, um aufzutauen. War mehr als nötig, denn wir drei waren richtig kalt. Tat das gut!
Anschließend in der Bar mit den anderen noch das eine oder andere Abschiedsbierchen getrunken. Für uns geht es leider morgen nach Hause, die Gruppe darf noch einen Tag länger bleiben.

Unser letztes Abendessen gab es wieder bei „Tony Roma“ und war wieder einmalig. Da viel einem der Abschied noch schwerer.

Wieder im Hotel schon mal die Koffer ein wenig vorgepackt und die mitgebrachte Ramazotti-Flasche leer gemacht. Abschiedschmerz kam auf.


 
 

 

17.02.2006, Freitag, Banff – Frankfurt - Dortmund, -25 Grad

Gut das wir heute nicht mehr Ski fahren müssen. Draußen scheint zwar die Sonne, aber es ist windig und daher saukalt. Einen Spaziergang zu den Bow-Fällen haben wir daher geknickt, es war uns einfach zu kalt. Aber bis 13.15h im Hotel sitzen und auf den Bus warten, war aber dann auch nicht unsere Sache.
Also doch noch mal warm eingepackt und bis zum Safeway gegangen. Ich wollte noch gern 2 Wasserflaschen für den Rückflug haben.
Anschließend die restlichen Sachen gepackt, das Zimmer geräumt, ausgecheckt und uns in der Lobby am Kamin mit einem Buch bequem gemacht.

Der Bus kam pünktlich, es gab noch eine kurze Seesigthing Tour durch Banff (Abholung anderer Gäste in verschiedenen Hotels), bevor es über den Transcanada Highway nach Calgary ging. So langsam verschwand die Kulisse der Rockies hinter uns und ich musste mir ein paar Tränen verdrücken. Die Woche war einfach zu schön, und wir wissen nicht, wann wir wohl wieder kommen werden.

   Calgary

Am Flughafen haben wir erst einmal etwas sparsam geschaut, da dort Terminals zum selbst einchecken standen. Äh, wie muß man das machen? Uns standen wohl die Fragezeichen ins Gesicht geschrieben, und eine Mitarbeiterin von Air Canada half uns dann.
Erst musste die Reservierungsnummer (lt. E-Ticket) eingegeben werden und die angezeigten Namen (es waren unsere – hurra) bestätigt werden. Da wir eine Platzreservierung hatten, wurde diese auch gleich mit angezeigt. Anschließend gab man ein, wie viel Gepäckstücke man aufgeben möchte, bestätigte dieses und bekam die Bordkarte ausgedruckt.
Nun ging es 3 Schritte weiter, zu einer anderen Mitarbeiterin, die diese Bordkarten einscannte und die Tags für die Koffer ausdruckte. Diese wurden noch von ihr an den Koffern befestigt, dann ging man wieder 3 – 5 Schritte weiter, um selbst seine Koffer auf das Förderband zu legen. Die Ski mussten zum Sperrgepäck gebracht werden.

Uns stellt sich aber nun eine Frage? Wo werden die Koffer gewogen? Wer stellt fest, ob man Übergewicht hat? Wenn wir das gewusst hätten, hätte ich viel mehr eingekauft. ?
Anmerkung Achim: Schwein gehabt!!!!!!!!!!!!!!!!

Beim Boarden das übliche Chaos. Obwohl die Reihen aufgerufen werden, stehen alle am Ausgang und blockieren diesen. Wir versuchen immer möglichst schnell im Flieger zu sein, damit wir noch Platz im Gepäckfach finden. Wer hier zu spät kommt, der kann schon mal „bestraft“ werden. Ist schon irre, was so manche an „Hand-„ Gepäck mit in die Kabine nehmen.
  der letzte Blick auf die Rockies aus dem Flugzeug

Der 9.30h lange Flug war wieder sehr ruhig und mit unseren Schlaftabletten haben wir 2-4 Std. einigermaßen gut geschlafen. Das Essen war gut, und das Eis als Nachtisch immer wieder klasse. Auch können wir uns nicht beschweren, dass es nicht genügend zu trinken gibt. Entweder kommen die Stewardessen durch, oder man kann sich etwas holen. Verdursten muß auf dieser Linie keiner.

Es hätte so schön enden können, wenn es Frankfurt nicht geben würde. Pünktlich gelandet und die Koffer waren sehr schnell da, aber wo sind unsere Ski? Sie werden am Sperrgepäckschalter ausgehändigt, ok, aber wann? Die dortige Mitarbeiterin konnte uns nicht sagen, wann denn die Ski kommen. Das könnte bis zu einer Stunde dauern oder auch länger. Sie wüsste das nicht. Wir waren ja nicht die einzigen die dort warteten. Auch nach 2 Anrufen konnte sie uns nicht sagen, wann denn die Ski bei uns ankommen. Sie schlug uns daher vor, zum Air Canada Schalter zu gehen und eine Verlustanzeige aufzugeben, die Ski würden uns dann am nächsten Tag zu Hause zugestellt. Der nächste Tag ist ein Sonntag – wer arbeitet denn da, die Ski wären sicherlich nicht an diesem Tag gekommen.
Dazu kam auch noch, dass auf dem Rückflug beide Tragegriffe unseres neuen Koffers (gekauft im Mai 05 in Las Vegas) abgerissen worden sind. Achim war auf 180 und als dann auch die Ski nicht kamen, haben die Mitarbeiterinnen vom Bodenpersonal doch etwas abbekommen. Eine Schadensanzeige, sowie die Verlustmeldung ausgefüllt und nun ist der Koffer per Post unterwegs. Entweder wird er repariert, es gibt einen Neuen oder wir bekommen Geld. Mal schauen, wie lange das dauert.

Nachtrag: den Koffer über die Post am 21.02. an Air Canada verschickt und am 24.02.06 kam er repariert wieder zurück. Staunen über staunen.
Bin mal gespannt, wie lange die Griffe nun halten. Nächster Flug ist mit LTU – ob die auch so schnell sind?

Während wir noch an dem Schalter standen, kam die Meldung, die Ski sind da. Ich also los gemetert, um diese zu holen, während Achim noch die
Sache mit dem Koffer regelt.

Dann aber nichts wie ab zum Auto, um endlich nach Hause zu kommen.
Wie schon auf der Hinfahrt, lag in den Höhenlagen des Sauerlandes wieder Schnee auf der Autobahn und wir kamen nicht so schnell vorwärts,
wie wir uns das gewünscht haben.

Um 15.30h hatte Dortmund uns wieder. Unseren Hamster noch schnell bei meiner Schwester abgeholt und dann endlich nach Hause.
Auspackt, die Waschmaschine angeworfen, abends noch schön essen gewesen und eine tolle Skiwoche lag hinter uns.

  Hamsterchen

Wir werden häufig gefragt, warum wir nach Kanada zum Skifahren fliegen und nicht in Österreich laufen?
Selbstverständlich laufen wir auch in Österreich, aber mal etwas anderes, besonderes, ist doch auch mal schön.
Gut, Schnee und Pisten gibt es hier wie dort, aber das Drumherum in Kanada (Service usw.), davon können sich die Europäer wirklich mal eine Scheibe abschneiden.
Leider war es dieses Jahr in Kanada nicht zu solch ergiebigen Schneefällen gekommen, wie es sonst um diese Zeit ist, da hätten wir in Österreich einiges mehr gehabt.

Ach ja, in Kanada liegt das Geld auf der Straße. Ehrlich, jeden Tag habe ich Geld gefunden, leider keine Reichtümer, aber in den 10 Tagen bin ich auch ca. 2 Dollar gekommen. Scheint wohl keinen zu interessieren – aber wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Dollars nicht wert!

Man muß es einfach mal gemacht haben und wir werden bestimmt mal wieder nach Kanada zum Skilaufen fahren. Wann – lassen wir uns mal überraschen!!!


 

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